Renovierung: Roanerhof – Kals

KalsBauernhof, Bauforschung, Holzbau, Innenraum, WohnenRealisiert

Erste urkundliche Nennung 1428. Als der neue Besitzer kam, war das Dach undicht, es gab kein WC und keinen Strom – aber sechs Jahrhunderte standen noch.

Der Roanerhof liegt abgelegen über Kals, erstmals genannt im Jahr 1428. Als der private Bauherr den ruinösen Hof kaufte, fehlte fast alles, was ein Haus bewohnbar macht: Das Dach war nicht mehr dicht, es gab kein WC, keinen Strom. Was es gab, war Substanz – Balken, Mauern und eine Lage, wie man sie nicht neu bauen kann.

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Die Aufgabe war ein Vierklang, bei dem üblicherweise mindestens ein Ton verloren geht: Budget, Tradition, Ästhetik und Funktion zusammenzubringen. Die Renovierung folgt deshalb einer einfachen Regel: Der Hof bekommt, was ihm fehlt, und behält, was ihn ausmacht. Die neuen Schichten – Dach, Bad, Elektrik, Wärme – dienen dem Haus, statt es zu übertönen; die alten bleiben sichtbar und tragen weiter, wie sie es seit dem Spätmittelalter tun.

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Seit 2016 wird der Roanerhof wieder bewohnt. Er zeigt, was der Kauf eines „hoffnungslosen“ Bestands sein kann: kein romantisches Risiko, sondern – mit realistischem Budget und klaren Prioritäten – der kürzeste Weg zu einem Haus mit sechshundert Jahren Charakter.

„Es ist wunderschön geworden."

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