Museum Lehn – Wastls-Haus
Ein denkmalgeschütztes Bauernhaus, ein kleines Budget, viele Jahre Zeit – und ein Dorf, das sein Museum Schritt für Schritt zurückbekommt.
Das Wastls-Haus ist ein denkmalgeschütztes Bauernhaus im Ensemble des Heimat- und Freilichtmuseums im Längenfelder Ortsteil Lehn. Die Gemeinde will es als lebendigen Teil des Museums zurückgewinnen: im Dachgeschoss Raum für wechselnde Ausstellungen, im Erdgeschoss Gaststätte, Werkraum, Küche und Sanitärräume – ein Haus, das nicht nur besichtigt, sondern benutzt wird.
Die eigentliche Bauaufgabe liegt dabei weniger im Entwurf als in der Choreografie: Denkmalschutz, lokale Handwerker, ein bewusst knappes, über Jahre verteiltes Budget und eine lange Bauzeit müssen unter einen Hut. Genau darin liegt aber auch die Stärke des Projekts. Die Etappen erlauben es, mit der Substanz zu arbeiten statt gegen sie – jeder Bauabschnitt beginnt mit dem, was der vorige über das Haus gelehrt hat. Und die Wertschöpfung bleibt im Tal: Es sind Längenfelder Hände, die am Längenfelder Museum arbeiten.
Dass das funktioniert, hat auch mit dem Auftraggeber zu tun: einem kulturinteressierten Bürgermeister, der das Projekt über die Jahre trägt. Öffentliche Projekte scheitern selten am Geld allein – sie scheitern, wenn niemand dranbleibt. In Lehn bleibt jemand dran. Das Projekt ist in Realisierung.
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