Wohnen im Grünen – Plaus
Das Projekt zur Dorferweiterung der Gemeinde Plaus, umfasste die Erstellung einer ortstypischen Entwicklungsstrategie und die Ausarbeitung von Szenarien und Lösungsansätzen. Darauf aufbauend sollten die rechtlichen Grundlagen geschaffen werden, die Nachhaltigkeit der Vorschläge geprüft sowie die technische Umsetzung und Detailplanung übernommen werden.
Die Dorferweiterung St. Ulrich II in Plaus versteht sich als behutsame Weiterentwicklung des bestehenden Dorfgefüges. Ziel des Projektes war die Erarbeitung einer ortstypischen Entwicklungsstrategie, die unterschiedliche Szenarien und Lösungsansätze für eine qualitätsvolle Erweiterung der Gemeinde aufzeigt. Neben der städtebaulichen Konzeption umfasste die Aufgabe auch die Prüfung der rechtlichen, technischen und nachhaltigkeitsbezogenen Grundlagen sowie die Vorbereitung der weiteren Umsetzung.
Das Planungskonzept sieht eine klare räumliche Ordnung des Areals vor. Durch eine konsequente Gestaltung von Topografie, Wegen, Grünflächen und Oberflächen entsteht ein zusammenhängendes Quartier, das die vorhandenen und neuen Infrastrukturen präzise miteinander verbindet. Vorgesehen sind 18 Einfamilienhäuser sowie ein Kondominium. Die notwendigen Stellplätze werden überwiegend unterirdisch organisiert, sodass das Wohngebiet selbst weitgehend autofrei bleibt und als ruhiger, durchgrünter Lebensraum erfahrbar wird.
Das Areal gliedert sich in vier überschaubare Nachbarschaften. Diese werden jeweils durch bepflanzte, maximal zwei Meter hohe Einfriedungen gefasst und durch nicht versiegelte, drei Meter breite Wege erschlossen. Innerhalb der Nachbarschaften entstehen freistehende Einfamilienhäuser in ortstypischer Gestaltung. Ergänzt wird die Struktur durch ein Mehrfamilienhaus in der nordwestlichen Ecke des Planungsgebietes, das mit umlaufenden Gartenterrassen und einer begrünten Vorhangfassade eine zeitgemäße Wohnform in das Ensemble einbringt.
Die aufgelockerte Bebauung bildet den Übergang zwischen dem dichteren Dorfkern und der offenen Landschaft. Sie nimmt Maßstab und Körnung des Ortes auf, ohne den ländlichen Charakter zu überformen. Grünräume, gemeinschaftlich nutzbare Freiflächen und eine zurückhaltende Erschließung stärken die Qualität des Wohnumfeldes.
Im Westen der Erweiterungszone wird ein rund neun Meter breiter Erschließungsstreifen vorgesehen. Er bündelt den eingeschränkten Verkehr, Besucherparkplätze, Fahrradabstellplätze und öffentliche Infrastrukturen. Gleichzeitig entstehen dort soziale Aufenthaltsbereiche mit Sitzgelegenheiten, Spielbereichen und einem Grillplatz.