Wachenhauser Hof umbauen
Ein Einhof aus 1757, dessen historisches Erscheinungsbild weitgehend unverändert ist – sensibler Umbau zu Wohnhaus und Schafhaltung.
Der Wachenhauserhof ist ein historischer Einhof aus dem Jahr 1757, dessen ursprüngliches Erscheinungsbild bis heute in wesentlichen Teilen erhalten geblieben ist. Die klare Gliederung in Wohnteil, Stall und Tenne, die handwerklich geprägte Konstruktion und die charakteristischen Fassadenelemente machen den Hof zu einem bedeutenden Zeugnis regionaler Baukultur.
Besonders prägend ist die Ostfassade mit dem datierten Bundwerkgiebel aus dem Jahr 1757. An der Westfassade bildet die malerische „Türkenhäng“ ein weiteres wesentliches Merkmal des Bestandes. Im Inneren finden sich im Dachstuhl Konstruktionselemente und Balken aus barocker Zeit, während der Keller und der Erdgeschoßflur mit ihren Gewölbeformationen des 19. Jahrhunderts – sogenannten „Preußischen Kappen“ – die verschiedenen Bauphasen des Hauses ablesbar machen.
Ziel der Sanierung ist der behutsame Erhalt der gestalterischen, konstruktiven und formalen Qualitäten des Hofes. Der Bestand wird sensibel weiterentwickelt und an heutige Wohn- und Nutzungsanforderungen angepasst. Dabei bleiben die historische Struktur und die prägenden Elemente des Einhofes erhalten.
Der südliche Wohnteil wird modernisiert und neu organisiert. Im Obergeschoss entstehen Wohnräume, im Erdgeschoss Kinderzimmer. Die ehemalige Tenne wird zu einem eigenständigen Elternbereich adaptiert. Gleichzeitig bleibt die landwirtschaftliche Nutzung mit Schafhaltung Teil des Gesamtkonzeptes.
Der Umbau verbindet Denkmalpflege, zeitgemäßes Wohnen und bäuerliche Nutzung zu einem respektvollen Weiterbauen im Bestand. Die Eingriffe treten bewusst zurück und stärken die vorhandene Substanz, statt sie zu überformen.