Touristisches Leit- und Orientierungssystem Mönichkirchen
Mönichkirchen, ein Ort mit einer langen Tradition als Rückzugsort für Erholung und Entspannung, steht vor einer spannenden Entwicklung. Seit dem frühen 20. Jahrhundert lockt der heilklimatische Luftkurort mit seinem gemäßigten Klima und der besonderen Luftqualität Städter zur Sommerfrische an.
Mönichkirchen ist ein Ort mit langer Tradition als Rückzugsort für Erholung, Sommerfrische und Naturerlebnis. Seit dem frühen 20. Jahrhundert zieht der heilklimatische Luftkurort mit seinem gemäßigten Klima, seiner besonderen Luftqualität und seiner Lage inmitten der Natur Gäste aus den Städten an. Diese Geschichte bildet bis heute einen wesentlichen Teil der Identität des Ortes.
Das Ortsentwicklungsprojekt knüpft an diese Tradition an und übersetzt sie in eine zeitgemäße Zukunft. Mönichkirchen soll als moderner, lebendiger Rückzugsort weiterentwickelt werden – mit einer Infrastruktur, die den Bedürfnissen der Bewohnerinnen und Bewohner ebenso gerecht wird wie jenen der Gäste. Ziel ist es, die besondere Atmosphäre des Ortes zu bewahren und zugleich öffentliche Räume, Orientierung, Aufenthaltsqualität und touristische Angebote gezielt zu verbessern.
Im Zentrum steht die Neugestaltung ausgewählter Plätze, Straßenräume, Kreuzungsbereiche, Ortseinfahrten und neuralgischer Punkte entlang der Gemeindestraße beziehungsweise Ortsdurchfahrt. Auf Grundlage bestehender Analysen, Studien und Teilprojekte werden konkrete räumliche und gestalterische Maßnahmen entwickelt, die das Ortsbild stärken, die Nutzung öffentlicher Flächen verbessern und die Verbindung zwischen Unterort, Ortszentrum und dem Einstieg in die Alm erlebbarer machen.
Ein wesentliches Element des Projektes ist die Entwicklung eines innovativen Leit- und Orientierungssystems. Dieses soll als gestalterischer und funktionaler roter Faden durch den Ort führen, Orientierung schaffen und die touristische Identität Mönichkirchens sichtbar machen. Die Themen Alm, Wald, Luft, Wasser, Wandern, Wintersport, Genuss und Bewegung bilden dabei mögliche Bezugspunkte für eine ortsspezifische Gestaltung. Auch kulturelle Bezüge, etwa zu Anton Wildgans, können in das Konzept eingebunden werden.
Die Gestaltung der öffentlichen Räume soll einladend, robust und ortsverträglich sein. Vorgesehen sind zeitgemäße Möblierungen, Sitzgelegenheiten, gestalterische Elemente, pflegeleichte Bepflanzungen sowie eine klare optische Verbindung durch den Ort. Besondere Aufmerksamkeit gilt sicheren und attraktiven fußläufigen Verbindungen, der Aufwertung der Ortseinfahrten, der Verbesserung von Aufenthaltsbereichen und der besseren Wahrnehmbarkeit der Schwaig beziehungsweise Alm im Ortsgefüge.
Als übergeordnetes Sinnbild dient die Honigwabe: Sie steht für Natur, Struktur, Stabilität und gemeinschaftliches Gefüge. Aus dieser Idee heraus entsteht ein Gestaltungsansatz, der Mönichkirchen nicht neu erfinden, sondern seine vorhandenen Qualitäten ordnen, stärken und sichtbar machen will.
Das Projekt versteht sich damit als behutsame, aber zukunftsorientierte Weiterentwicklung des Ortes. Mönichkirchen soll seine Einzigartigkeit bewahren und zugleich als attraktiver, lebenswerter und gut orientierbarer Natur- und Erholungsort für Bewohnerinnen, Bewohner und Gäste weiterentwickelt werden.