Neubau Kletterhalle “Vertikale” in Brixen
Die Kletterhalle Brixen entsteht an einer städtebaulich prominenten Stelle und ist daher auch ästhetisch und gestalterisch anspruchsvoll geplant. Durch eine transparente Fassadengestaltung werden Natur und Landschaft in das Gebäude transportiert und zugleich bleibt das Innere außen sichtbar. Der mehrschichtige Fassadenaufbau schafft einen Moiré-Effekt, der für den bewegten Betrachter immer neue Eindrücke schafft und sowohl den Nutzerinnen als auch den Betrachter außen in ein dynamisches Verhältnis zur Kletterhalle stellt.
Die Kletterhalle Vertikale in Brixen entsteht an einer städtebaulich prägnanten Stelle nahe dem historischen Stadtkern und formuliert den Anspruch, Sportinfrastruktur nicht als reine Zweckarchitektur, sondern als öffentlichen, sichtbaren und atmosphärischen Baustein der Stadt zu verstehen.
Das Gebäude öffnet sich über eine transparente, mehrschichtig aufgebaute Fassade zur Umgebung. Natur, Landschaft und Stadtraum werden in das Innere der Halle eingebunden, während die Bewegungen der Kletternden auch von außen wahrnehmbar bleiben. Die Fassade wird dadurch zur vermittelnden Schicht zwischen Innen und Außen, zwischen Nutzerinnen, Betrachtern und Stadtraum.
Ein wesentliches gestalterisches Element ist der mehrschichtige Fassadenaufbau. Durch Überlagerung, Perforation und Bewegung entsteht ein subtiler Moiré-Effekt, der sich je nach Blickwinkel und Bewegung des Betrachters verändert. Die Kletterhalle erscheint dadurch nicht statisch, sondern lebendig – ein Baukörper, der auf seine Nutzung reagiert und diese nach außen trägt.
Neben der architektonischen Wirkung bilden ökologische Aspekte und Nachhaltigkeit eine zentrale Grundlage des Projektes. Das Klimakonzept nutzt die Fassade als aktive Schnittstelle: Zwischenzonen, natürliche Be- und Entlüftung, Wärmespeicherung und gezielter Sonnenschutz reduzieren den technischen Aufwand und ermöglichen einen effizienten Betrieb. Auf mechanische Kühlung kann verzichtet werden, wodurch sowohl Errichtungs- als auch Betriebskosten reduziert werden.
Die Erschließung erfolgt über zwei Ebenen: südseitig vom neuen Stadtplatz und nordseitig vom höher gelegenen Stadtpark. Dadurch wird die Halle in die Topografie und die öffentlichen Räume des Umfeldes eingebunden. Die barrierefreie Erschließung ermöglicht zudem eine Nutzung über den klassischen Sportbetrieb hinaus, etwa für therapeutische und pädagogische Angebote.
Im Inneren schafft die offene Hallenkonzeption mit freistehenden Klettertürmen weite Blickbeziehungen – nach außen zu Park und Platz ebenso wie innerhalb der gesamten Halle. Das klettertechnische Konzept verbindet unterschiedliche Anforderungen und macht die Anlage gleichermaßen für Sportkletterer, Freizeitnutzer, Schulungen und Wettbewerbe nutzbar.
Die Vertikale Brixen versteht sich damit als zeitgemäße Sportarchitektur: funktional präzise, ökologisch durchdacht und stadträumlich wirksam. Sie macht Klettern sichtbar und schafft einen Ort, an dem Bewegung, Landschaft und Architektur in ein dynamisches Verhältnis treten.