Fischerhäusl – Innsbruck
Das Gebäude ist als reduzierter Monolith angedacht, welcher sich respektvoll in das historische Ensemble einfügt, sich gleichzeitig jedoch als selbstbewusster Zeuge seiner Zeit in diesem Rahmen etabliert. Die bemerkenswerte Positionierung im Stadtkern verlangt dabei sowohl in Puncto Materialisierung als auch bei der Detailgestaltung und Ausführung nach hochwertigen Lösungen.
Im historischen Stadtkern entsteht mit dem Fischerhäusl ein reduzierter Baukörper, der sich respektvoll in das gewachsene Ensemble einfügt und zugleich als zeitgemäßer architektonischer Eingriff lesbar bleibt. Die besondere Lage im sensiblen urbanen Kontext verlangt nach einer zurückhaltenden, präzisen und hochwertigen Lösung in Materialisierung, Detailgestaltung und Ausführung.
Der Neubau ist als monolithisches Element gedacht, das nicht in Konkurrenz zum Bestand tritt, sondern dessen räumliche und historische Qualitäten stärkt. Im Gegensatz zur bisherigen Situation wird die bestehende Stadtmauer nicht überragt. Der Baukörper schmiegt sich vielmehr an die Mauer an und nimmt sich in seiner Höhe und Präsenz bewusst zurück.
Ein wesentliches gestalterisches Prinzip ist die Weiterführung der geneigten Mauerkrone in die Dachfläche des neuen Baukörpers. Dadurch entsteht eine ruhige, homogene Gesamtfigur, in der Mauer und Neubau in Beziehung treten, ohne ihre Eigenständigkeit zu verlieren.
Feine Schattenfugen markieren die Anschlusspunkte zwischen Alt und Neu. Die differenzierte, jedoch sorgfältig aufeinander abgestimmte Materialität macht die historische Stadtmauer und den neuen Baukörper weiterhin als eigenständige architektonische Fragmente ablesbar. So entsteht ein präziser Eingriff, der Bestand und Gegenwart verbindet – zurückhaltend im Ausdruck, aber klar in seiner Haltung.