15.04.2026 · Journal

Förderungen für Sanierungen in Tirol: Der komplette Überblick 2026

Förderungen für Sanierungen in Tirol: Der komplette Überblick 2026

Wer in Tirol saniert, kann erhebliche Summen an Förderungen abrufen – vorausgesetzt, man stellt die Anträge rechtzeitig und kombiniert die richtigen Programme. Dieser Überblick zeigt, was 2026 möglich ist.

Der wichtigste Grundsatz: Erst beantragen, dann bauen

Fast alle Förderungen setzen voraus, dass der Antrag vor Baubeginn gestellt wird. Wer erst baut und dann fragt, verliert in den meisten Fällen jeden Anspruch. Das ist einer der häufigsten und teuersten Fehler, den Bauherren machen – und den wir als Architekturbüro aktiv verhindern, indem wir die Förderrecherche in jedes Projekt integrieren.

Tiroler Wohnhaussanierungsförderung

Das Land Tirol fördert energetische Sanierungen mit einem Einmalzuschuss von bis zu 25 % der förderbaren Gesamtkosten bei Eigenfinanzierung. Alternativ gibt es Annuitätenzuschüsse bei Kreditfinanzierung. Gefördert werden unter anderem:

Voraussetzung: Das Gebäude muss als Hauptwohnsitz genutzt werden. Die maximalen förderbaren Kosten liegen je nach Maßnahme zwischen 20.000 und 60.000 €.

Sanierungsbonus des Bundes

Ergänzend zur Landesförderung gibt es den bundesweiten Sanierungsbonus. Dieser fördert besonders ambitionierte Sanierungen auf Niedrigstenergiehaus-Niveau mit bis zu 14.000 € Zuschuss. Wer gleichzeitig auf eine klimafreundliche Heizung umsteigt, kann weitere Boni erhalten.

Förderungen für Holzbau und nachwachsende Rohstoffe

Tirol und der Bund setzen zunehmend Anreize für den Einsatz nachwachsender Baustoffe. Wer bei der Sanierung auf Holzfaserdämmung, Zellulose oder andere biobasierte Materialien setzt, kann Zuschläge auf die Grundförderung erhalten. Als Büro mit Schwerpunkt Holzmassivbau nutzen wir diese Schiene konsequent für unsere Bauherren.

Förderungen für denkmalgeschützte Objekte

Das Bundesdenkmalamt (BDA) unterstützt denkmalpflegerische Arbeiten an geschützten Objekten mit eigenen Subventionen. Diese werden projektweise vergeben und sind nicht automatisch – eine frühzeitige Kontaktaufnahme mit dem BDA ist entscheidend. Beim Kesslerhaus in Tisens haben wir diesen Prozess erfolgreich begleitet.

EU-Förderprogramme: Interreg und ELER

Für Projekte mit regionalem oder kulturhistorischem Wert gibt es EU-kofinanzierte Programme. Das Projekt Veidlerhof Gsies (erbaut 1536) wurde etwa in das EU-Interreg-Programm „Alte Bausubstanz“ aufgenommen. Solche Programme sind aufwendiger in der Beantragung, aber die Förderhöhe kann erheblich sein.

Checkliste: Was vor dem Förderantrag zu tun ist

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