Stadthaus Maria Hilf – Innsbruck

Das Stadthaus Mariahilf füllt die bestehende Baulücke; formal setzt es das östliche Nachbargebäude in Bau- und Traufenflucht fort. Der Laubengang des östlichen Nachbarn entlang der Hauptstraße wird stützenfrei fortgesetzt und von einer Holz- und Glaswand begleitet.

Als Antwort auf die überaus heterogen bebaute Umgebung wird der Neubau sehr zurückhaltend und schlicht gestaltet. Das Stadthaus Mariahilf nimmt die horizontale und vertikale Ordnung der umgebenden Fassaden auf und inszeniert mit kleinen Rücksprüngen, Ein- und Ausblicken den besonderen Ort als Kopfgebäude. Der subtile Material- und Formenwechsel, die Verwendung von Holz- und Putzelementen und das angedeutete Satteldach in der Westfassade spielen mit den Themen Stadthaus und Tiroler Baukultur. Die hofseitige Fassade öffnet sich zum angrenzenden Grünraum und wird mit vorspringenden, geschoßweise verschobenen Balkonen aufgelockert.

Erdgeschoß

Die Zufahrt zu den Autoabstellplätzen im EG erfolgt  entlang der südwestlichen Grenze, parallel dazu ist die überdachte Garagenrampe geführt.

Die Verkehrsfläche beginnt beim Gehsteig und ist bis zur hangseitigen Wand mit einer Steigung von ca. 4,5% ausgeführt. Dadurch wird der Übergang zum hangseitigen Grünbereich erleichtert (Treppe im Nord-Westen zum Freibereich: Spielen, grillen, sonnen…), sowie eine Optimierung für die Baugrubenführung im „kritischen“ Hangfußbereich erzielt. Wohngebäude und Geschäftslokal sind straßenseitig erschlossen, auch von Nord-Westen ist das Stiegenhaus erreichbar.

Wohngeschoße

Die vorwiegend aus städtebaublichen Parametern entstandene Grundrissform ermöglicht jeweils vier 2,5-Zimmerwohnungen, die sich um einen zentralen Erschließungsbereich gruppieren. Straßenseitige Wohnungen erhalten französische Fenster, hangseitige Wohnungen Balkone.

Abweichend vom Regelgrundriss der Ebene 1 und 3 werden jeweils eine Wohnung in der 2. und 4. Ebene mit straßenseitig gelegenen Freibereichen angeboten.

Die beiden Dachgeschoßwohnungen sind als „durchgesteckte“ Wohnungen geplant, jede mit einer Terrasse.

 

Dach:

geneigte Dachfläche: Blecheindeckung, Sonnenkollektoren

restliche, horizontale Fläche: extensiv begrüntes Flachdach.

 

Konstruktive Struktur

Das Gebäude ist als Stahlbetonstruktur konzipiert, wobei sich die funktionale Organisation aller Geschoße an sich vertikal wiederholenden Stahlbetonschoten orientiert.  Die Verbindung dieser Schoten mit den STB-Aussenwänden ermöglicht die Auskragungen des Erdgeschoßes.

Energiekonzept

Grundwasserwärmenutzung, Sonnenkollektoren zur Warmwasseraufbereitung, kontrollierte Wohnraumlüftung

Auftraggeber

  • Weinberg Bauträger & Consulting GmbH

Aufgabe

  • Stadthaus

Partner

  • Gilbert Sommer