Dorfentwicklungskonzept Schönberg

Dorfentwicklungskonzept mit BürgerInnenbeteiligung

Mit dem Dorfentwicklungskonzept legt die Gemeinde Schönberg eine langfristige Entwicklungsstrategie vor. Dies ist wichtig, um auch in Zukunft im Wettbewerb mit Städten und Regionen ein attraktiver Standort zu sein. Die Erarbeitung erfolgt im lebendigen Dialog als „Lokaler Agenda 21 Prozess“ zwischen der Verwaltung, den Bürgerinnen und Bürgern sowie den Beratern der Gemeinde.

Agenda 21 richtet sich an alle Bürgerinnen und Bürger. Die Gemeinde Schönberg ist der Drehpunkt zwischen der Bezirkshauptstadt im Norden, dem Wipptal und Italien im Süden und dem Stubaital im Westen. Sie ist ein wichtiger Arbeitgeber, Schulstandort und ein Ort der nicht nur für ihre Bewohner wichtig ist. Daher sind die Zielgruppen des Agenda 21 Prozesses vielfältig. Verschiedene Interessen treffen aufeinander. Bei der Öffentlichkeit soll durch den Agenda 21 Prozess Bewusstsein geschaffen werden für Zusammenhänge, Entwicklungen und Potenziale der Nachhaltigkeit in ihrem Ort und welchen Beitrag sie dazu leisten können.

Im Rahmen des Prozesses arbeitet die Gemeinde gemeinsam mit der Bevölkerung an der Zukunft ihres Ortes. Ziel ist es, Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt nachhaltig in Einklang zu bringen. Gemeinsam werden Zukunftsperspektiven entwickelt, argumentiert und definiert sowie erster Schritte zur Umsetzung der Ideen gemacht werden.

Ziel ist es, gemeinsam mit der Bevölkerung menschenbezogene Räume zur Stärkung der Gemeinschaft in Schönberg zu entwickeln. Die Herausforderung besteht unter anderem darin, aus Räumen Orte zu machen, in denen sich die Menschen mit ihrer Umgebung identifizieren können und ein Interesse daran haben, sich an deren Entwicklung zu beteiligen.

Wir legen Wert auf aktivierende Aktionen und bieten verschiedene Formen der Beteiligung an, damit alle Gruppen und Personen mit ihren Bedürfnissen Gehör finden. Dazu gehören unter anderem Fragebögen, Interviews, Workshops und Planungswerkstätten. Alle Prozessschritte, Ideen, Konzepte und Ergebnisse werden dokumentiert und öffentlich kommuniziert.

Bei der Durchführung des Dorfentwicklungskonzeptes für Schönberg orientieren wir uns an den Grundsätzen der Lokalen Agenda 21. Sie ist ein Aktionsprogramm, welches die nachhaltigen Entwicklungsprozesse auf Gemeindeebene unter Einbezug der Bevölkerung starten will. Vorbild für dieses kommunale Handlungsprogramm ist ein 1992 von den damaligen Mitgliedern der UNO verabschiedetes globales Programm, um das weltweite Ungleichgewicht von Arm und Reich zu bekämpfen und die Lebensgrundlagen für die kommenden Generationen zu sichern. Es ist daher unerlässlich ein Handlungsprogramm auf regionaler und lokaler Ebene nach den Prinzipien der Nachhaltigkeit zu entwickeln und zu realisieren.

Das Dorfentwicklungskonzept Schönberg wird vom Land Tirol aktiv unterstützt und gefördert. Die Geschäftsstelle für Dorferneuerung ist gleichzeitig LA21 Leitstelle und ist die Servicestelle des Landes für die nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raumes in Tirol. Die Abwicklung der Tätigkeitsfelder erfolgt gesamtheitlich über die Lokale Agenda 21 und projektbezogen über die Dorferneuerung. Die Geschäftsstelle für Dorferneuerung sieht sich als Koordinator, Impulsgeber, Begleiter, Berater, Förderer, Partner der Gemeinden.
Alle Informationen zum Prozess, Terminen und Beteiligungsmöglichkeiten finden Sie unter:
http://schoenberg.gemeinde21.org

ProzessbegleiterInnen:
Für die Begleitung der Gemeinde Schönberg haben sich die Büros: co:retis – projektpartner für nachhaltige entwicklung und Stadt:Labor – Architekten zu einem Team zusammengeschlossen. Beide Büros verfügen über eine langjährige Erfahrung im Bereich BürgerInnenbeteiligung, fachliche Expertise in unterschiedlichen Bereichen und arbeiten seit einiger Zeit zusammen. Wir übernehmen als Begleiter und Koordinationsteam die Moderation und Kommunikation zwischen politischen VertreterInnen, den lokalen InteressensvertreterInnen und den BürgerInnen.

Georg Mahnke

Georg Mahnke ist Experte für Gemeinde- und Stadtentwicklungsprozesse, BürgerInnenbeteiligung und Sozialraumentwicklung. Er ist Gründungsmitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft für Sozialraumentwicklung mit Sitz in Wien. Georg Mahnke studierte Kulturwissenschaften in Innsbruck und ist ausgebildeter Prozessbegleiter. Er ist seit 2001 selbstständig tätig und Mitglied von co:retis – Projekt Partner für nachhaltige Entwicklung. Von 2010 bis 2013 war er Mitglied vom PRO-Team für Nahraum und Gemeinwesenentwicklung in Vorarlberg.

Martin Mutschlechner

Als Architekt und Stadtplaner arbeitet er schwerpunktmäßig im Bereich Stadt- und Ortsentwicklung sowie öffentliche Bauten. Neben seiner Tätigkeit als Gastdozent an mehreren Universitäten im In- und Ausland, wie an der Universität Venedig oder am Berlage Institut in Rotterdam, publiziert er in verschiedenen nationalen und internationalen Medien und moderiert Symposien sowie Workshops. Seine Arbeiten wurden unter anderem auf der Biennale in Venedig und Rotterdam sowie bei der Archilab Ausstellung in Orleans gezeigt. Gemeinsam mit seiner Büropartnerin Barbara Lanz leitet er das Büro Stadt:Labor – Architekten mit Sitz in Innsbruck.

Alexa Baumgartner

Alexa Baumgartner studierte Architektur in Innsbruck und Eindhoven. Als Architektin arbeitet sie schwerpunktmäßig im Bereich Stadt- und Ortsentwicklungen sowie Kommunikation und ist seit Oktober 2013 als Mitarbeiterin bei Stadt:Labor – Architekten tätig. Außerdem lehrt und forscht sie am Institut für Architekturtheorie der Universität Innsbruck. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt im Bereich des Körpers in Architektur, Mode und Design der österreichischen Avantgarde der 1960er und 70er Jahre.

Auftraggeber

  • Gemeinde Schönberg

Aufgabe

  • Dorfentwicklungskonzept mit BürgerInnenbeteiligung

Partner

  • Georg Mahnke - co:retis