Hoch hinaus – Kletterhalle Brixen

Online-Ausgabe der Zeitschrift “bei uns” 06/2011- Mitteilungsblatt des Brixner Rathauses

Hoch hinaus – Brixen bekommt eine Kletterhalle. Grundstein für Kletterhalle gelegt. Die Fertigstellung der für die Stadt wichtigen Sport- und Freizeitstruktur ist bis April 2012 geplant. Seit mehreren Monaten laufen auf dem Prielgelände die Arbeiten für den Bau der neuen Kletterhalle Brixen. Im Rahmen einer offiziellen Feier wurde am 31. Mai der Grundstein dafür gelegt.

An der Grundsteinlegung nahmen neben Vertreter/ innen der Gemeinde auch Landeshauptmann Luis Durnwalder und Landesrätin Sabina Kasslatter Mur sowie Vertreter/innen des AVS und des CAI teil. „Die Kletterhalle ist ein wichtiger Bestandteil im Sport- und Freizeitangebot der Gemeinde Brixen“, betonte Bürgermeister Albert Pürgstaller in seiner Begrüßung, „ich freue mich, dass die lang ersehnte Struktur nun endlich konkret Gestalt annimmt und mit der Firma Frener & Reifer ein Brixner Vorzeigeunternehmen für die Ausführung der Arbeiten verantwortlich zeichnet.“ Auch der Landeshauptmann hatte es sich nicht nehmen lassen, an der Grundsteinlegung teilzunehmen, das Land beteiligt sich schließlich mit einem Beitrag von einer Million Euro am Bau der rund 3 Millionen teuren Kletterhalle. Der technische Leiter der Gemeinde Brixen, Ing. Alexander Gruber, erläuterte die technischen Eckdaten: Mit einer Gesamtkletterfläche von rund 1.500 m² für 50 Kletterrouten und einer Kapazität für 140 Personen wird die neue Kletterhalle ein Anziehungspunkt für Kletterer aus Brixen und darüber hinaus sein. Das Gebäude, für das die Brixner Architekten Wolfgang Meraner und Martin Mutschlechner verantwortlich zeichnen, zeichnet sich durch innovative Gestaltung und Funktionalität aus und fügt sich ästhetisch gut in das Stadtbild ein, wie der Gestaltungsbeirat mit seinem positiven Gutachten bestätigt hat. Bei der Planung waren Aspekte der Ökologie und Nachhaltigkeit eine Grundvoraussetzung, was sich in einem ausgeklügelten Klimakonzept niederschlägt und eine erhebliche Kostenersparnis bei Errichtung und Betrieb bedeutet. Neben drei freistehenden Klettertürmen sieht das Projekt einen eigenständigen Übungs- und Schulungsbereich sowie Klettermöglichkeiten im Freien vor. Vorgesehen ist auch ein Anschluss an die geplante Tiefgarage und eine behindertengerechte Erschließung, die die Nutzung der Halle für therapeutische Zwecke ermöglichen soll. Die offene Gestaltung des Gebäudes schafft die Voraussetzung für spätere Erweiterungsmöglichkeiten im Innenund Außenbereich. Das klettertechnische Konzept macht die Halle sowohl für Sportund Freizeitkletterer als auch für Schulungen und Wettbewerbe tauglich. Die Führung der Kletterhalle wird nach deren Fertigstellung (voraussichtlich im April 2012) der AVS Brixen für die Dauer von 20 Jahren übernehmen. Für den Akt der Grundsteinlegung bildeten die Hauptakteure aus Politik und Alpenverein eine Seilschaft und versiegelten die Urkunde der Grundsteinlegung gemeinsam mit einem Sicherheitsgerät, einem Express und einem Seil in einer Ampulle, die dann symbolisch eingemauert wurde.

Am 5. Mai wird die neue Kletterhalle in Brixen eröffnet. Die Brixnerinnen und Brixner waren im Vorfeld eingeladen worden, einen Namen für die Kletterhalle aus einer Reihe von Vorschlägen zu wählen bzw. eigene Vorschläge zu unterbreiten. Die Bürgerinnen und Bürger konnten unter den vorgegebenen Namensvorschlägen Prielarena, Vertikale Brixen, Gekko und Kletterzentrum Brixen auswählen oder eigene Vorschläge unterbreiten. Die Beteiligung an der Initiative war mit rund 1.300 Einsendungen außerordentlich groß und unterstreicht das Interesse der Bevölkerung an der neuen Einrichtung.

Am 2. Februar hat der Brixner Gemeinderat über die Benennung der Kletterhalle befunden. Die Wahl fiel bei 17 Jastimmen und 5 Enthaltungen für den Namen VERTIKALE BRIXEN.