Neubau Campus V – Dornbirn

Die Haupterschließung des Gebäudes ist westseitig Richtung Campus orientiert. Omnipräsent bleibt der hybride Wechsel zwischen Innen und Außenraum. Die in den Innenraum weitergeführte Freitreppe dient als „Leitfaden“ der das Gebäude durchzieht und diesem Richtung und Orientierung verleiht. Gleichsam erfährt der „Treppenraum“ auch im Inneren unterschiedliche Bespielungen in Form von Sitzinseln oder Arbeitskojen.

Der Eingangsbereich fungiert als kommunikatives Areal mit Liege- und Sitzbereichen, Bücherregalen etc. In der warmen Jahreszeit kann die Fassade Richtung Campus geöffnet werden. Der Bereich erlebt dadurch eine zusätzliche räumliche Qualität, wird von außen noch stärker wahrgenommen und trägt durch diese Offenheit wesentlich zum „Image“ des Areals bei. Im Osten befindet sich wiederum der frei bespielbare Arbeitsbereich, welcher sich funktional im Spiel zwischen konzentriertem Arbeiten und kreativer Kommunikation bewegt. Der Nutzung entsprechend ist dieser Bereich an den intimeren, informellen Grünbereich im Osten angegliedert. Der nördliche Gastrobereich profitiert ähnlich wie der Eingangsbereich von der unmittelbaren Angliederung an den Freiraum, in diesem Fall der attraktiven Uferpromenade.

Flugdach

Das schwebende Dach definiert einen erweiterten Nutzungsrahmen und dient als Witterungsschutz für Gastro- und Freibereiche. Vor allem in diesen „behüteten“ Zonen kommt es zur Durchlässigkeit zwischen Vorplatz und Sockelzone. Bereiche des funktionalen Teppichs überwinden die Barriere zwischen Innen und Außenraum und können nach Belieben bespielt werden.

Obergeschoss 1

Das Obergeschoss 1 bildet das hybride Bindeglied zwischen Sockelzone und Regelgeschossen mit ähnlich ephemerem Charakter. Es beherbergt eine Konstellation aus offenen und geschlossen, kommunikativen und isolierten Bereichen und erlaubt hohe Nutzungs- und Bewegungsfreiheit. Nutzer belagern temporär gewisse Räume und ziehen dann weiter.

Regelgeschosse: Klare Struktur – Wandelbare Programmierung

Die Regelgeschosse sind klar strukturiert. Gleichzeitig zeichnen sie sich durch ihr Potential aus, immer neu Nutzungskonzepte zu generieren, welche in beliebig vielen Konstellationen zusammengefügt werden können. Bereiche können als kollektiv nutzbarer Raum (Besprechungsraum, Lounge etc.) ausgewiesen und später wieder zu Büroeinheiten umfunktioniert werden. Nach demselben Prinzip lässt das System auch im großen Maßstab unkomplizierte Neukonfigurationen zu. Beispielhaft kann das Dachgeschoss mit einer Fertigungswerkstatt (großformatiger 3d Print, etc.), welche mit den ansässigen Firmen kooperiert bzw. als Fitnessstudio bespielt werden.

Der Gang als Konfigurator

Parametrisch funktionieren die jeweiligen Erschließungsgänge, an welche die unterschiedlichen Büro- bzw. Nutzungseinheiten anknüpfen. So definiert die Anzahl der zu erschließenden Einheiten direkt die Länge des Erschließungsgangs. Auch dieses System verleiht der Grundrissgestaltung einen hohen Grad an Flexibilität und kann nach Bedarf immer wieder adaptiert werden.

Green Boxes: Schaufenster

Diese mobilen Büroeinheiten (Maße 2m x 2.5m) können angemietet werden und dienen ihren Nutzern als konzentrierte Arbeitsmilieus. Sie fungieren aber auch als Schaufenster und Werbeträger. So können diese temporär nicht nur im Innen und Außenbereich des Areals, sondern auch in der Dornbirner Altstadt oder auch an anderen Orten im In- und Ausland platziert werden und so die Message des Areals nach außen transportieren. *

 

Aufgabe

  • Coworking Space

Auftraggeber

  • PRISMA Zentrum für Standort- und Regionalentwicklung GmbH

Partner

  • Architekt Lukas Mähr MW Architekten