Braunau – Podiumsdiskussion

Aufgabe: Lokale Agenda, Veranstaltung
Zeitraum: 2012
Auftraggeber: Stadt Braunau am Inn
Status: abgeschlossen
Ort: Braunau am Inn
Größe:
Budget:
Team: M.Mutschlechner, Ulrike Schwantner – kon-text Oberösterreich,Heidrun Wankiewicz – planwind – Büro für Raumplanung und Umweltconsulting

Nur wenige Plätze im Saal des Kulturzentrums Gugg in Braunau blieben leer, als am 11.6. die Zwischenergebnisse des Lokale Agenda 21 Prozesses präsentiert wurden. An die 100 interessierte BraunauerInnen waren gekommen, um mehr über den Entwurf für ein „Zukunftsprofil der Stadt“ sowie die umfangreiche Sammlung von „Ideen zur Umsetzung“ zu erfahren und die Inhalte zu diskutiert.
Bei der Podiumsdiskussion wurden viele Zukunftsfragen zur Sprache gebracht, sowohl von den Podiumsgästen als auch aus dem Publikum kamen sehr interessante Wortmeldungen.

Podiumsgäste
Hannes Waidbacher (Bürgermeister)
Robert Bernroitner (Stadtamtsdirektor)
Zehra Derman (Volkshilfe Flüchtlings- und MigrantInnenberatung)
Erik Schnaitl (Verein Fairkehr Salzburg)
Ulrike Schwantner (Prozessbegleiterin Braunau21)

Moderation:
Martin Mutschlechner (Prozessbegleiterin Braunau21)

Folgende Fragen wurden u.a. angesprochen:
Wie können alternative Fortbewegungsmittel wie Fahrrad oder das zu Fuß gehen attraktiver werden, damit Straßen wieder mehr zu Orten der Begegnung werden. Das ist besonders im Stadtzentrum, aber auch in den einzelnen Stadtteilen wichtig.
Wie kann es gelingen, Menschen mit Migrationshintergrund vermehrt in den Dialog um die Stadt einzubinden?
Braunau soll in Zukunft ein wichtiger Wohnstandort mit günstigen Wohnungen sein. Für eine nachhaltige Entwicklung ist wichtig, Wohnen in Zentrumsnähe zu forcieren und auf ein gutes Wohnumfeld der kurzen Wege zu achten. Eine wichtige Herausforderung ist auch das Beleben der Leerstehenden Wohnungen im Zentrum selbst.
Die Braunauer Innenstadt weist hohe Besucherfrequenzen auf, der Wochenschnitt liegt bei 36.000 Menschen pro Woche. Der Handel im Zentrum wird in Zukunft vom innerstädtische Flair und den Zentrumsbesuchern leben. Daher ist es wichtig seine gesamte Attraktivität auszubauen.
Jugendliche einzubinden ist bei einem Zukunftsprozess wichtig, das ist über Aktionen mit Schulklassen und über die VertreterInnen der Jugendvereine gelungen.
Wie geht es weiter?
Das Zukunftsprofil steht noch bis zum 24.6. zur Diskussion. Im Agendabüro der Stadt (Kontakt: Johanna Eppacher (info@braunau21.at) und über www.braunau21.at können Anregungen und Kommentare eingebracht werden.
In der nächsten Gemeinderatssitzung noch vor dem Sommer soll das Zukunftsprofil beschlossen werden.
Damit aus den Zielen auch konkrete Aktionen folgen, wird die Stadt Braunau aus den gesammelten „Ideen zur Umsetzung“ einen Arbeitsplan für die nächsten 2 Jahre entwickeln.
Die Umsetzung von Schritten ist nicht immer eine einfache Herausforderung, bei der die Stadt auch weiterhin die Bevölkerung als Unterstützer brauchen wird. Kooperationen, neue Ideen, Kompromissbereitschaft und ein langer Atem werden nötig sein, damit Veränderungen möglich werden.
Das große Interesse und Engagement sowie das Verständnis für Zukunftsfragen, das bei der Diskussion zu spüren war, stimmen positiv was die nachhaltige Entwicklung in der Stadt Braunau betrifft.
Und eines ist gewiss: der Dialog in Braunau hat gerade erst begonnen!

Zukunftsprofil – Inhalte
Seit Herbst beschäftigt Braunau die Frage: wie soll die Stadt in Zukunft aussehen? Welche Weichen müssen gestellt werden, damit eine nachhaltige Entwicklung möglich wird?
Das Zukunftsprofil behandelt verschiedene Fragen:
• Wie können in Braunau Vielfalt und ein gutes Miteinander gelebt und gefördert werden?
• Was sollte getan werden, damit alle Altersgruppen in der Stadt ihren Platz finden?
• Wie kann Braunau sein Angebot in Kultur Freizeit/Erholung und Tourismus ausbauen?
• Wie können lokale Wirtschaft und Bildung gestärkt werden?
• Was tun, für einen sensiblen Umgang mit natürlichen Ressourcen?
• Wie gelingt es, in der Stadt nachhaltige Mobilität zu ermöglichen?
• Welche Rolle möchte Braunau in der Region spielen?
• Wie gelingt es, den Dialog zwischen Stadt und ihren Menschen, der gestartet wurde, über die nächsten Jahre fortzusetzen?